EVERYDAY


Katharina-22-OÖ- Was für eine Ehre diese Zeilen schreiben zu dürfen! J

 

Ich könnte anfangen mit: „Ich bin in einer praktizierenden katholischen Familie aufgewachsen.“ Das bin ich zwar (meine Eltern leiten zu Hause einen Gebetskreis), aber ich möchte anderswo beginnen.

 

2003 war ich das erste Mal zu Pfingsten bei den Lorettos in Salzburg. Anfangs sehr skeptisch (erhobene Hände beim Gebet…) kam ich doch ein Jahr später wieder und wurde reich beschenkt mit den Liebes- & Gnadenströmen des Hl. Geistes. Mein Herz ging mir vor Freude über und ich denke, all jene, die beim Fest der Jugend ähnliches erfahren haben, können bestätigen, dass alle Glückstränen der Welt nicht ausdrücken können, was für ein Gefühl das ist.

 

Ich fing an, regelmäßig am Sonntag in Salzburg zum Gebetskreis zu kommen, aber auch das Leben in der „Welt“ voll auszukosten. Es entstand also eine Kluft, deren Schere sich immer weiter öffnete. Ich kann euch sagen, da hab ich mich wirklich OFT nicht für Jesus entschieden.

 

Doch der Herr ist stets bei uns, egal wie wir unseren Weg einschlagen. Der Gebetskreis, mit dem Höhepunkt des Jahres – Pfingsten – blieben trotzdem Fixpunkte. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich jedes Jahr das Selbe gebeichtet habe, mit dem Vorsatz, ab jetzt werde ich alles anders machen. Ich nahm mir vor, den Weg viel mehr mit Jesus zu gehen und mein Leben ganz IHM anzuvertrauen. Meistens ging ich mit einem genauen Plan wieder zurück in den Alltag. Die Sätze, die zu Hause für einen Umschwung gesorgt hätten, waren bereits formuliert.

Hochmut kommt jedoch bekanntlich vor dem Fall… Jedenfalls hielt ich dann doch immer den Mund, wenn es um entscheidende Fragen ging, um nur ja nicht zu riskieren, plötzlich alleine dazustehen.

 

Sommer 2009 kämpfte ich wieder einmal mit meinem Gewissen, dass in Punkto einer Beziehung gehörig an mir nagte. Durch „Zufall“ (ich glaube nicht mehr an Zufälle, so ganz nebenbei gesagt) lernte ich Dino Bachmaier kennen. Was für eine Fügung Gottes kann ich da nur sagen. Von den regelmäßigen Besuchen in Salzburg weit entfernt, schaute ich hin und wieder in Dinos kürzlich gegründeten Gebetskreis in Straßwalchen vorbei.

Mein Herz sehnte sich nach Führung und Frieden. Auf Dinos Vorschlag schrieb ich mein Anliegen um Kraft aus diesem Strudel herauszukommen auf und legte ihn in seine Bibel. Er versprach, dafür zu beten.

Interessanterweise formulierte ich auf dem Zettel keinen konkreten Ausgang der Geschichte, sondern bat um Klarheit und Vertrauen für das Beste für alle Beteiligten. Zum ersten Mal ließ ich wirklich los und wagte mich ins Ungewisse…

 

Ein paar Monate später war ich single. An manchen Tagen hatte ich das Gefühl, das Herz würde mir aus der Brust gerissen, gleichzeitig jedoch war da die Gewissheit, dass Gottes Finger hier im Spiel waren.

 

September 2010, also ein Jahr darauf: Marchegg, Key2Life Festival. Ich durfte mich dort in der Anbetung im Innersten tief bestärkt auf meinem Weg fühlen. Diesmal war mein Anliegen eine tiefere Gottesbeziehung und ein intensiveres Glaubensleben.

 

Von Kontakten zu den Lorettos wagte ich nicht zu träumen. Ich hatte während der vergangenen Jahre dort nur 4-5 Menschen ein wenig näher kennen gelernt. „Wie sollte das also geschehen?“

 

Der Herr ließ mich nur zwei Wochen warten: Es kam ein Anruf mit der Einladung ein Postulatsjahr in der Lorettogemeinschaft Salzburg zu probieren. Meine Reaktion: „Jetzt oder nie!“ :D

 

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich am Untersberg im Schlafsaal der Lorettohütte. Vor mir der Herr im Allerheiligsten Sakrament der Eucharistie, rundherum nur einige von den vielen erstaunlichen Menschen, die ich im Laufe dieses einen Jahres kennengelernt habe. Es liegt Frieden in der Luft.

Die Herzen sind erfüllt von Liebe aus der lebendigen Quelle, voll Lobpreis und erwartungsvoll ausgerichtet auf das, was da kommen mag. Sie alle haben einmal losgelassen und sich der Hand Gottes anvertraut.

Ja, es lohnt sich und man wird tausendmal beschenkt mit einem erfüllten, glücklichen Herzen. Seid ermutigt und habt Vertrauen euch in die Hände Gottes fallen zu lassen.

Der Herr kann uns nicht unseren Weg abnehmen oder ebnen, aber vieles geht leichter und jede Sekunde erhält einen Sinn.

 

PRAISE THE LORD!


 

 

 

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